Projekt

HAFL, Berner Fachhochschule BFH

Wertschöpfungsketten transformieren: ein Modul für die HAFL

Konzeption und Durchführung eines praxisnahen Moduls, in dem Studierende eine reale Wertschöpfungskette analysieren und in Sprints einen Transformationsansatz entwickeln.

Oliver Gaede · 28.11.2025 · 2 Min. Lesezeit

Illustration einer stilisierten Wertschöpfungskette mit verbundenen Stationen vom Rohstoff bis zur Wiederverwertung

Im Modul „Wertschöpfungsketten“ bearbeiten die Studierenden in Teams eine praxisnahe Challenge zur Analyse & Transformation einer gewählten Wertschöpfungskette. Sie durchleuchten eine Schweizer Kette aus Sicht der Stakeholder und der Umweltwirkungen und erarbeiten daraus einen umsetzbaren Lösungsansatz. Methodische Inputs werden laufend mit der Praxis verknüpft: Unternehmen, die ihre Wertschöpfung bereits verändert haben, zeigen in Vorträgen und Exkursionen, was Transformation konkret bedeutet.

Vorgehen

  • Aufbau des Moduls als Folge von Challenge Sprints: Wahl der Wertschöpfungskette, Analyse der Kette, Stakeholder-Analyse, Ökobilanz (LCA), Ideation, Konzeption & Bewertung, Change Management sowie Dokumentation und Reflexion
  • Jeder Sprint folgt demselben Muster: Input zu Vorgehensweise, Instrumenten und Literatur, danach eigene Recherche, Beschaffung von Informationen, Anwendung der Instrumente und Dokumentation
  • Wöchentliche Sessions mit festem Ablauf: freie Präsentation der Teams, Feedback von Studierenden und Dozierenden, Input zur nächsten Challenge und kurze Zufriedenheitsrunde
  • Praxisbezug durch zwei Gastvorträge und zwei Exkursionen: Lightwave zur Vermeidung von Zwischenhandel, ZRCL zu Suffizienz und Konsistenz bei Kleidung, Blumer Lehmann zum Bauen mit Holz und GEWA zur Wiederaufbereitung von Computern
  • Leistungsnachweis in drei Teilen: ein Abschlussbericht an eine fiktive Stiftung, die das Projekt finanziert hat, ein 15-minütiger Pitch vor einem Multi-Stakeholder-Publikum mit anschliessender Fragerunde durch kritische Betroffene sowie eine persönliche Reflexion

Projektnutzen

  • Die Studierenden durchlaufen einen vollständigen Transformationsprozess, von der Analyse bis zur Einbindung der Betroffenen
  • Die Kombination aus Team- und Einzelleistung (45 % zu 55 %) macht sowohl das Ergebnis als auch den persönlichen Lernweg sichtbar

Eckdaten

  • Rolle: Konzeption und Durchführung des Moduls (Lehrauftrag)
  • Kundschaft: HAFL, Berner Fachhochschule BFH
  • Zusammenarbeit: Matthias Meier, Modulverantwortlicher
  • Studiengang: BSc Umwelt und Ressourcen Management, 3. Semester
  • Umfang: 4 ECTS, davon 27 h Präsenz, 68 h begleitetes und 25 h unbegleitetes Selbststudium
  • Zeitraum: Herbstsemester 2025, September bis November
  • Teilnehmende: 9 Studierende
  • Praxispartner: Lightwave, ZRCL, Blumer Lehmann, GEWA
Oliver Gaede, Gründer von OGIL

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